THE PERSIAN AIR MAIL

24 March 1927 (Dr.-Ing. Wieland, Abgeordneter) Das Luftfahrwesen spielt, nachdem wir von dem Ententediktat der Bindung der zivilen Luftfahrt glücklich befreit sind, eine außerordentlich große Rolle. Zur Förderung der Luftfahrt sind im Etat 28 Millionen vorgesehen. Außerdem wird noch eine Erhöhung von 2,3 Millionen beantragt. Wir werden diesen beiden Positionen zustimmen. Wir sind der Auffassung, daß angesichts der langen Stagnation, die durch das Diktat eingetreten ist, von Reichs wegen alles geschehen muß, um die Luftfahrt zu stärken und zu erzielen, daß wir die Verbindungen mit dem fernen Ausland, mit der Türkei, mit Asien und mit Südamerika erreichen. Die technische Leistungsfähigkeit unserer Luftfahrt ist sattsam erwiesen; ich darf insbesondere auf die Erfolge der Dornier-Wale und des Zeppelin-Flugs nach Amerika hinweisen. Meine Freunde sind mit mir der Auffassung, daß wir in bezug auf das Luftfahrtwesen einer außerordentlich großen Entwicklung entgegengehen und daß diese Entwicklung von Reichs wegen eifrigst verfolgt und unterstüßt werden muß. Dabei muß aber auch dafür gesorgt werden, daß im Verkehrsministerium die nötigen technischen Elemente vorhanden sind, die diese weitere Entwicklung der Luftfahrt in der richtigen Weise verfolgen und fördern können. In diesem Zusammenhang möchte ich noch ein kurzes Wort über den leidigen Fall Junters sagen. Der Herr Berichterstatter hat auf die Angelegenheit schon hingewiesen und festgestellt, daß Ende 1926 die Unmöglichkeit der Zuschußwirtschaft eingesehen wurde und man im Haushaltsausschuß mit der Regierung zu der Überzeugung kam, daß hier ein Ende gemacht werden müßte. Der Herr Kollege Quaaß und meine Wenigkeit haben vom Haushaltsausschuß bzw. vom Unterausschuß den Auftrag bekommen, die Dinge im Falle Junkers zu untersuchen. Wir sind bald zu der Überzeugung gekommen, daß mit der Subvention an Junkers unbedingt Schluß gemacht werden müsse. Wir haben aber unsere Aufgabe dahin aufgefaßt, daß wir lediglich als Berichterstatter und Mitberichterstatter eine Vermittlerrolle zu übernehmen hatten. Auch waren wir der Auffassung, daß es im Interesse des Reichs gelegen sei, eine außergerichtliche Austragung dieses Falles zu bewerkstelligen, und daß der Konkurs dieses Unternehmens vermieden werden müsse. Nun möchte ich dem beistimmen, was der Herr Berichterstatter gesagt hat, daß keine Rede davon sein kann, wie von verschiedenen Seiten behauptet wird, es sei ein politischer Druck in dieser Richtung ausgeübt worden. Die Regierung hatte vollständig freie Hand, zu tun, was sie wollte, und der Herr Minister hat im Haushaltsausschuß den Standpunkt vertreten, daß die Regierung für den Vertrag, der uns vorgelegt worden ist, die volle Verantwortung übernimmt. Junkers zoll in Zukunft nicht schlechter behandelt werden als jeder andere, und es muß bei dieser Gelegenheit gesagt werden, daß Junkers als Schöpfer des Metallflugzeugs doch große Verdienste um die deutsche Luftfahrt hat. (Dr.-Ing. Wieland, Abgeordneter.) Aber eines möchte ich im Anschluß an den Fall Junkers sagen: daß die Erfahrung, die wir in diesem Falle mit der Subventionierung gemacht haben, uns doch in Zukunft zu großer Vorsicht mahnt, und daß es notwendig ist, es sich lieber zehnmal als einmal zu überlegen, bevor man private Betriebe von Reichs wegen subventioniert. < http://www.reichstagsprotokolle.de/Blatt2_w3_bsb00000076_01045.html> 26 March 1927 The Chef de Cabinet Modir-ul-Mulk visited Sir RH Clive on behalf of the Prime Minister. He said that the Prime Minister, with the consent of the Cabinet, was prepared to allow the flight to India arranged for April the 8th. He would further consider temporary permission for subsequent flights and would immediately submit the Air Convention for ratification by the Majlis if the British Government would agree to arrange an air route to India across the centre of Persia. This could best be done, in the opinion of the Prime Minister, by an exchange of notes. Sir Clive pointed out to His Excellency that arrangements could not quickly be made to divert an air route which had been under careful consideration for the past 18 months, to a line which had never been explored, and whose physical features were entirely different. Sir Clive explained that he had already told the Prime Minister that machines which had been constructed to fly with a certain load at a low altitude could not negotiate the mountainous districts of Persia

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